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Fulminante Show vor vollem Haus

Die Vollblutmusiker der Show «Swing the Spring» haben mit fetzigen Boogie-Woogie, Swing und Blues den vollen Saal zum Doktorhaus gerockt.

Im Mittelpunkt standen natürlich die drei «Pianöre» Dave Ruosch, Ray Fein und Chris Conz. Aber auch der Nachwuchs trumpfte gross auf.

 

Edgar Eberhard

«Endlich wieder auf der Bühne stehen und vor Publikum spielen zu können, ist ein Segen für alle Künstler und Musiker», erklärte Raymond Fein noch kurz vor Konzertbeginn. Und in der Tat, die Künstler mussten die Show vor zwei Jahren coronabedingt absagen und im letzten Jahr durften sie ebenfalls nicht vor Publikum, sondern im Livestream musizieren.


Junge und alte Hasen

«Es ist uns eine grosse Freude, vor Ihnen in einem vollen Saal auftreten zu dürfen und Ihnen zum unserem 5-Jahr-Jubiläum unsere heutige Show ‹Swing the Spring 2022› zu präsentieren», eröffnete Moritz Schlanke den Abend am vergangenen Donnerstag. «Wir haben in unserer Show neben den alten Hasen auch wiederum drei Nachwuchskünstler am Piano aus der Region eingebaut.» Teilweise hätte das Publikum sie schon bei früheren Auftritten kennen lernen dürfen, aber auch ein neues Gesicht sei heute dabei. «Sie werden sie gleich hören und sehen», ergänzte Schlanke.

Und schon gab der mittlerweile in Wallisellen gut bekannte 21-jährige Valentin Amman einen Boogie und den «Wake up Call» zum Besten. Der 15-jährige Ennio Hess spielte einen Blues und swingenden Jazz, danach betrat der 16-jährige Silvio Rentsch die Bühne. Ganz profihaft begrüsste er zuerst das Publikum und zeigte sein Können am Piano mit dem rockigen «In the Mood». Mit seiner Bühnenpr.senz liess er sein Talent auch als Entertainer aufblitzen und suggerierte damit, dass von ihm noch einiges zu sehen und zu hören sein wird.

Begleitet wurden die drei Jungtalente vom Bassisten Arno Schulz und von Mario Von Holten am Schlagzeug. Danach intonierte Chris Conz auf brillante Weise einen spanischen Klassiker am Flügel, ebenfalls begleitet vom Rhythmus-Duo. Noch vor der Pause gab Gitarrist und Sänger Jo Schwach zusammen mit Saxofonist Duke Seidmann einen Blues, «Fly me to the Moon», und als Abschluss des ersten Teils «Bad, Bad Leroy Brown» zum Besten.

«Ich konnte schon nach dem ersten Ton meine Füsse nicht mehr stillhalten», meinte ein bekannter Walliseller in der Pause. Fulminant ging es nach der Pause weiter. Boogie-Woogie-Showman Ray Fein machte mit seinen stupenden Boogie- Woogie-Spiel seinem Ruf alle Ehre.


30 flinke Finger

Und auch Dave Ruosch überzeugte mit seinem filigranen Spiel an den Tasten. In wechselnden Formation setzten sich die acht Musiker immer wieder mit ihren Spezialitäten in Szene. Für das Highlight des Abends sorgten die drei «Pianöre» Dave Ruosch, Ray Fein und Chris Conz, die mit 30 flinken Fingern gemeinsam und gleichzeitig den Flügel bearbeiteten. Sie intonierten Boogie-Woogie, Swing, Jazz, Ragtime und Blues, wie etwa den eigens von Ray Fein komponierten «Crown-Boogie », den «St. Louis Blues» und den «Honky Tonk Blues».

Zum Abschluss steigerten sich alle Musiker unter der Regie von Ray Fein in den gemeinsam gespielten «Shake, Rattle and Roll», «Minnie the Moocher» und als dritte Zugabe «See you later Alligator» zu Höchstleistungen. Das knapp 500-köpfige Publikum im vollen Saal war begeistert und zollte den elf Musikern ihren sehr wohlverdienten Applaus. «Es war einfach wieder eine Mega-Show, die ‹Swing the Spring› auf die Bühne gebracht hat», meinte eine Besucherin nach dem Konzert sicher auch im Namen aller Besucherinnen und Besucher.


ANZEIGER VON WALLISELLEN – Mittwoch, 25. Mai 2022

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